Sprechstunde
Aus der Medizin
Märchen werden von Generation zu Generation weitergegeben – weil sie fantasievoll und schön anzuhören sind. Mit manchem Gesundheitstipp für den Winter ist es ähnlich: Im besten Fall sind sie wirkungslos, mitunter aber sogar gefährlich. Wir haben ein paar populäre Irrtümer zusammengetragen, die sich vor allem um wintertypische Beschwerden drehen.
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Vereinbarkeit von Beruf und Pflege
Mit der letzten Pflegereform 2008 wurde das Gesetz über die
Pflegezeit (Pflegezeitgesetz) eingeführt. Damit haben sich die
Rahmenbedingungen für die Vereinbarkeit von Beruf und familiärer Pflege
verbessert. Arbeitnehmer können für die Pflege eines nahen Angehörigen
freigestellt werden. Man unterscheidet zwischen der kurzfristigen
Freistellung von bis zu zehn Arbeitstagen sowie der Pflegezeit von bis
zu sechs Monaten.
Zum 1. Januar 2012 soll das Gesetz zur Familienpflegezeit in Kraft
treten. Es sieht vor, dass pflegende Angehörige ihre Arbeitszeit für bis
zu zwei Jahre um maximal 50 Prozent reduzieren können und dafür 75
Prozent ihres Gehalts beziehen. Im Gegenzug sollen die Beschäftigten im
Anschluss an die Pflegezeit wieder Vollzeit arbeiten und dafür zunächst
75 Prozent ihres Gehalts erhalten – so lange, bis der Saldo wieder
ausgeglichen ist. Einen Rechtsanspruch für den Beschäftigten auf die
Pflegezeit gibt es allerdings nicht.
Die Verbesserung der Vereinbarkeit von Beruf und Pflege stand auch im
Fokus eines Projekts des Zentrum Frau in Beruf und Technik, das u. a.
von der EU und dem Land NRW gefördert wurde. Die BARMER GEK hat sowohl
als Krankenkasse sowie auch in ihrer Funktion als Arbeitgeberin das
Projekt maßgeblich mitgetragen. Die gesammelten Erfahrungen und
Erkenntnisse bündelt der BARMER GEK Gesundheitsreport 2011, der das
Thema Beruf und Pflege zum Schwerpunkt hat. Darüber hinaus wurde ein
Ratgeber für Berufstätige, die Angehörige pflegen, entwickelt.
www.barmer-gek.de/104266
www.barmer-gek.de/501402
Bei der Blutentnahme gilt die alte Weisheit, dass vor allem Übung den Meister macht. Wir haben noch einmal die wichtigsten Tipps zusammengestellt, wie man bei dieser wichtigen Aufgabe unnötiges Blutvergießen vermeidet.
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Kurz notiert
Versorgung auf dem Land
Wie kann die medizinische Versorgung in bevölkerungs- und
strukturschwachen Regionen sichergestellt werden? Der AOK-Bundesverband
möchte diese Diskussion auf der Basis wissenschaftlicher Grundlagen
begleiten und hat die Ergebnisse eines Expertengesprächs zum Thema
veröffentlicht.
www.aok-gesundheitspartner.de
Nadelstichverletzungen
Beschäftigte in Arztpraxen werden offensichtlich noch immer nicht
ausreichend vor blutübertragbaren Infektionen geschützt. In einer
Online-Befragung, an der über 200 medizinische Fachangestellte
teilnahmen, gaben 66 Prozent der Befragten an, mindestens eine
Nadelstichverletzung in ihrem Berufsleben gehabt zu haben.
www.vmf-online.de
Bobath-Pilotprojekt
Das Bobath-Konzept ist ein Pflege- und Therapiekonzept zur Rehabilitation von Menschen mit
Bewegungsstörungen und Lähmungserscheinungen. In einem Pilotprojekt der Barmer GEK und des Bundesverbandes selbstständiger Physiotherapeuten (IFK) sollen MFA eine wichtige Rolle bei der Hilfe für pflegende Angehörige spielen.
www.barmer-gek.de
Kurzmeldungen
Per E-Mail der Grippe auf der Spur
Mit dem GrippeWeb gibt es seit dem vergangenen März ein neues Grippeüberwachungsinstrument des Robert Koch-Instituts (RKI),
das sich explizit an die Bevölkerung richtet. Nach einem halben Jahr
liegen jetzt erste Daten vor. Demnach sind bisher etwa 1.400 Teilnehmer
beim GrippeWeb registriert. Die Teilnehmer erhalten wöchentlich eine
E-Mail, in der sie gefragt werden, ob in der vergangenen Woche ein
Atemwegsinfekt aufgetreten sei.
Wenn ja, dann gibt es einige weitere Fragen, mit denen grippeähnliche
Krankheitsverläufe identifiziert werden sollen. Außerdem wird gefragt,
ob ein Arzt aufgesucht wurde oder nicht. Die bisher erhobenen Daten
zeigen, dass die Hälfte aller registrierten Kinder in den Sommermonaten
mindestens zwei akute respiratorische Infekte hatten. Über alle
Teilnehmer gerechnet sind Erkältungen etwa dreimal häufiger als
grippeähnliche Erkrankungen.
Ob ein Arzt aufgesucht wird oder nicht, wird offenbar davon abhängig
gemacht, wie schwer die Erkrankung ist. Bei Erkältungen geht nur jeder
fünfte Betroffene zum Arzt. Bei grippeähnlichen Erkrankungen ist es
immerhin jeder dritte. Mit Blick auf die bevorstehende Grippesaison
bittet das RKI Ärzte und Praxisteams, auf das GrippeWeb aufmerksam zu
machen, um die Datengrundlage zu verbreitern und das GrippeWeb zu einem
wichtigen Baustein der Grippeüberwachung zu entwickeln.
Aus der Ärzte Zeitung
Die eGK ist da
Nun ist sie da, die elektronische Gesundheitskarte (eGK). Seit dem 1.
Oktober 2011 ist die Ausgabe bei den Krankenkassen angelaufen, seit
diesem Tag ist sie auch offizieller Versicherungsnachweis. So steht es
im § 3 Abs. 1 zur bundesweiten Festlegung der Pauschalen zur
Lesegeräte-Ausstattung. In der Praxis heißt das: Jeder Patient muss bei
Vorlage der eGK behandelt werden und es darf keine Privatrechnung
ausgestellt werden. Das ist nur zulässig, wenn der Patient gar keine
Karte vorlegt. Aktuell haben im Bundesdurchschnitt 80 Prozent der
Vertragsärzte die neuen Kartenlesegeräte installiert. Wenn alle
bestellten neuen Kartenleser in den Praxen installiert sind, werden etwa
92 Prozent der Vertragsärzte mit den neuen Geräten ausgestattet sein.
Das geht aus aktuellen Zahlen der Kassenärztlichen Vereinigungen hervor.
Patienten, die in den kommenden Monaten mit der neuen Karte
ausgestattet werden, sollten also in der Regel keine Probleme beim
Einlesen der Karte haben. Ist das Lesegerät einer Praxis nicht in der
Lage die eGK zu lesen, muss das Ersatzverfahren angewandt werden, d.h.
im Praxissystem werden die Versichertendaten (Name und Anschrift des
Patienten, Krankenversichertennummer, Kartennummer usw.) manuell
eingetragen. Bei Fragen zur elektronischen Gesundheitskarte können sich
die Praxisteams auch an die Geschäftsstellen der jeweiligen Krankenkasse
wenden.
Impfbroschüre für Patienten
Sie wollen alle Patienten möglichst optimal versorgen, aber nicht
immer reicht die Zeit? Gerade zum Impfen haben viele Patienten oft die
gleichen Fragen. Darum hat Springer Medizin in Zusammenarbeit mit der Bundeszentrale für gesundheitliche Aufklärung (BZgA) eine Broschüre ( HTML | PDF ) erstellt, in der die 20 häufigsten Patientenfragen
leicht verständlich beantwortet sind.
Die beste Medikation ist wirkungslos, wenn die Patienten nicht wissen, wie sie richtig mit Tabletten, Dragees und Kapseln umgehen sollen. Wann müssen die Medikamente genommen und wie gelagert werden? Welche Zubereitungen darf man teilen und welche nicht? Bei solchen Problemen ist das Praxisteam gefragt.
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Rückenschmerz ist eine Volkskrankheit, doch oft finden sich keine organischen Ursachen. Vor allem Fehlhaltungen, Stress und Drucksituationen hinterlassen schmerzhafte Spuren. Spritzen oder Operationen helfen dann nur selten aus der Klemme.
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