Per E-Mail der Grippe auf der Spur
Mit dem GrippeWeb gibt es seit dem vergangenen März ein neues Grippeüberwachungsinstrument des Robert Koch-Instituts (RKI),
das sich explizit an die Bevölkerung richtet. Nach einem halben Jahr
liegen jetzt erste Daten vor. Demnach sind bisher etwa 1.400 Teilnehmer
beim GrippeWeb registriert. Die Teilnehmer erhalten wöchentlich eine
E-Mail, in der sie gefragt werden, ob in der vergangenen Woche ein
Atemwegsinfekt aufgetreten sei.
Wenn ja, dann gibt es einige weitere Fragen, mit denen grippeähnliche
Krankheitsverläufe identifiziert werden sollen. Außerdem wird gefragt,
ob ein Arzt aufgesucht wurde oder nicht. Die bisher erhobenen Daten
zeigen, dass die Hälfte aller registrierten Kinder in den Sommermonaten
mindestens zwei akute respiratorische Infekte hatten. Über alle
Teilnehmer gerechnet sind Erkältungen etwa dreimal häufiger als
grippeähnliche Erkrankungen.
Ob ein Arzt aufgesucht wird oder nicht, wird offenbar davon abhängig
gemacht, wie schwer die Erkrankung ist. Bei Erkältungen geht nur jeder
fünfte Betroffene zum Arzt. Bei grippeähnlichen Erkrankungen ist es
immerhin jeder dritte. Mit Blick auf die bevorstehende Grippesaison
bittet das RKI Ärzte und Praxisteams, auf das GrippeWeb aufmerksam zu
machen, um die Datengrundlage zu verbreitern und das GrippeWeb zu einem
wichtigen Baustein der Grippeüberwachung zu entwickeln.
Aus der Ärzte Zeitung
Die eGK ist da
Nun ist sie da, die elektronische Gesundheitskarte (eGK). Seit dem 1.
Oktober 2011 ist die Ausgabe bei den Krankenkassen angelaufen, seit
diesem Tag ist sie auch offizieller Versicherungsnachweis. So steht es
im § 3 Abs. 1 zur bundesweiten Festlegung der Pauschalen zur
Lesegeräte-Ausstattung. In der Praxis heißt das: Jeder Patient muss bei
Vorlage der eGK behandelt werden und es darf keine Privatrechnung
ausgestellt werden. Das ist nur zulässig, wenn der Patient gar keine
Karte vorlegt. Aktuell haben im Bundesdurchschnitt 80 Prozent der
Vertragsärzte die neuen Kartenlesegeräte installiert. Wenn alle
bestellten neuen Kartenleser in den Praxen installiert sind, werden etwa
92 Prozent der Vertragsärzte mit den neuen Geräten ausgestattet sein.
Das geht aus aktuellen Zahlen der Kassenärztlichen Vereinigungen hervor.
Patienten, die in den kommenden Monaten mit der neuen Karte
ausgestattet werden, sollten also in der Regel keine Probleme beim
Einlesen der Karte haben. Ist das Lesegerät einer Praxis nicht in der
Lage die eGK zu lesen, muss das Ersatzverfahren angewandt werden, d.h.
im Praxissystem werden die Versichertendaten (Name und Anschrift des
Patienten, Krankenversichertennummer, Kartennummer usw.) manuell
eingetragen. Bei Fragen zur elektronischen Gesundheitskarte können sich
die Praxisteams auch an die Geschäftsstellen der jeweiligen Krankenkasse
wenden.
Impfbroschüre für Patienten
Sie wollen alle Patienten möglichst optimal versorgen, aber nicht
immer reicht die Zeit? Gerade zum Impfen haben viele Patienten oft die
gleichen Fragen. Darum hat Springer Medizin in Zusammenarbeit mit der Bundeszentrale für gesundheitliche Aufklärung (BZgA) eine Broschüre ( HTML | PDF ) erstellt, in der die 20 häufigsten Patientenfragen
leicht verständlich beantwortet sind.